Wenn der Fokus auf Nachhaltigkeit liegt: ESG-Berichterstattung in Europa und der Schweiz
Die Anforderungen an Unternehmen in der EU und der Schweiz hinsichtlich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) werden kontinuierlich strenger. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verlangt ab 2025 von grossen und mittelständischen Firmen, ihre CO2-Emissionen sowie ihre Nachhaltigkeitsstrategien transparent zu dokumentieren. Dabei sind detaillierte CO2-Bilanzen entscheidend – sowohl für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben als auch für die Stärkung der Marktposition.
ESG-Berichterstattung umfasst nicht nur Emissionszahlen, sondern auch Pläne zur Dekarbonisierung bis 2030 und 2050. Besonders in Ländern mit fortschrittlichen Klimagesetzen wie Deutschland, Frankreich oder der Schweiz wird dies zunehmend wichtig. So stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen die Ziele des Pariser Abkommens von 1,5°C erfüllt und zukunftssicher positioniert ist.
Der Einfluss von ESG-Daten auf die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens
Solides ESG-Reporting stärkt Rating, Finanzierungskonditionen und Marktposition. Transparente Daten und klare Reduktionsziele wirken kostensenkend. Lückenhafte Nachhaltigkeitsnachweise führen zu höheren Finanzierungskosten oder Ratingverlust. Zudem verlangen immer mehr Kunden vollständige ESG-Dokumentation für ihr eigenes Reporting.
ESG2GO Nachhaltigkeit wird Pflicht. Nutzen Sie den Hebel.
ESG-Reporting ist kein Konzernthema mehr – es betrifft jedes KMU in der Lieferkette. Die gute Nachricht: Vieles machen Sie bereits. Jetzt braucht es Struktur.
Bessere Kreditkonditionen
Banken & Investoren bewerten ESG-Daten bei der Risikobeurteilung. Transparenz = günstigere Finanzierung.
Lieferketten-Druck
Grosskunden fordern ESG-Nachweise von Zulieferern – für ihr eigenes Reporting. Ohne Daten, kein Auftrag.
Regulierung kommt
CSRD, EU-Taxonomie und EPBD verschärfen die Pflichten – auch indirekt für KMU.
Wettbewerbsvorteil
Wer jetzt startet, positioniert sich. ESG ist nicht nur Pflicht – es ist Differenzierung.
Analyse & Zieldefinition
Grobe Bestandsaufnahme: Was macht Ihr Unternehmen bereits? Wo sind Lücken? Ziele setzen.
Prozess & Zuständigkeiten
Workshop: Klare Verantwortlichkeiten definieren, ESG in bestehende Abläufe integrieren.
Tool-gestütztes Reporting
Mit esg2go: KMU-taugliches Rating nach anerkannten Standards. KPIs aus bestehendem ERP nutzen.
Audit-fähig kommunizieren
Transparentes Reporting – extern prüfbar. Für Vergabeprozesse, Kunden & Investoren.
Interview mit Christoph Neururer: Wie Openly das Reporting unterstützt
Dr. Christoph Neururer, Experte für nachhaltige Baumaterialien, promovierte im Umwelt- und Ressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien.
Seit 2025 leitet er bei Openly das Team für Zertifizierungen und CO2-Bilanzen. Er ist akkreditierter EU-Taxonomie-Advisor, DNGB-, ÖGNI- und SGNI-Auditor sowie auf der KMU-Plattform esg2go als Professional gelistet.
Christoph.Neuruer@openly.systems / +41 78 258 52 37
Christoph, welche Bedeutung hat die ESG-Berichterstattung bei Bauprojekten?
CN: ESG-Berichterstattung ist heute für nahezu jedes Unternehmen und damit auch für Bauvorhaben unverzichtbar. Sie schafft Vertrauen bei Investoren und zeigt, wie Bauprojekte zur CO2-Reduktion beitragen. Präzise CO2-Bilanzen sind Voraussetzung für eine transparente Darstellung. Wir sind überzeugt, dass nicht nur in Ländern mit bereits etablierten CO2-Grenzwerten in den Bauvorschriften wie Frankreich oder Dänemark die Erstellung einer CO2-Bilanz bald zum Standard für jedes Bauprojekt – unabhängig von der Projektgrösse – werden wird. Bereits heute ist im Rahmen der EU-Taxonomie eine Offenlegungsverpflichtung zur CO2-Bilanz im Neubau verbunden. Mit der überarbeiteten Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) wird sukzessive bis 2030 eine CO2-Bilanz für alle Neubauten verpflichtend. Zu erwarten sind auch Grenzwerte, um überhaupt eine Baugenehmigung zu erhalten. Bauherren sollten sich daher frühzeitig mit diesem Thema befassen.
Was bietet Openly in diesem Bereich?
CN: Wir beraten Unternehmen, wie sie mit dem Openly-Bausystem und biogenen Baustoffen klimafreundlich bauen können. Unser offenes, flexibles Bausystem mit biogenen Baustoffen wirkt als CO2-Senke. Zudem sind wir auch Projektentwickler. Basierend auf unseren Erfahrungen haben wir mit CSI einen neuen Standard entwickelt, der die C-Senkenleistung, also das in Gebäuden aus biogenen Baustoffen gespeicherte CO2, extern und auditfähig validiert.
Die Zertifikate können für das eigene ESG-Reporting genutzt oder verkauft werden. Spannend ist dies für Unternehmen, die nicht nur auf die Vermeidung (Avoidance) und damit den Absenkpfad ihrer CO2-Emissionen abzielen, sondern auch den Aufbaupfad für Negativemissionen (Removals) im Blick haben, um die nicht bzw. schwer vermeidbaren CO2-Emissionen auszugleichen.
Neben den Leistungen als C-Sink-Manager, die das Erstellen von projektspezifischen CO2-Bilanzen sowie die Validierung von C-Senken umfassen, zeigen wir Bauunternehmen, wie sie ein ESG-System implementieren können. Zunehmend werden neben den bereits etablierten Gebäudelabels auch die Nachhaltigkeitskonzepte der Unternehmer und Subunternehmer abgefragt und fliessen in die Bewertungsmatrix im Rahmen von Vergabeprozessen ein. Hier sehen wir, dass die Verpflichtungen der grossen Unternehmen sukzessive in die Lieferkette eingreifen.
Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit mit Openly?
CN: Neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben steigert nachhaltiges Bauen den Marktwert eines Gebäudes. Da Regulierungen zunehmend strenger werden, sollte man diese Thematik frühzeitig angehen. Wir setzen auf praxisnahe ESG-Implementierung. Als Bauprofi kennen wir die Herausforderungen im Anfangsstadium. So wird Nachhaltigkeit messbar und wirtschaftlich attraktiv. Unsere Beratung schafft Klarheit und Sicherheit im komplexen ESG-Umfeld.
Wir dürfen bereits ein mittelständisches Unternehmen im Rheintal hinsichtlich ESG begleiten. In einem ersten Schritt haben wir gemeinsam mit der Geschäftsführung eine grobe Analyse des Unternehmens und der spezifischen Bedürfnisse sowie die Zielsetzung für ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept durchgeführt. Im nächsten Schritt konnten wir in einem ersten Workshop einen strukturierten Prozess mit klaren Zuständigkeiten definieren und in die praktische Umsetzung übergehen. Ein professionelles Tool, speziell für KMUs zum Reporting (esg2go), gewährleistet ein klares und nachvollziehbares Rating. Zudem stützt es den gesamten Prozess, um zielgerichtet innerhalb anerkannter Standards zu agieren. Weiterhin ermöglicht es, das gesamte Reporting transparent für ein externes Audit darzulegen. Für die massgebenden KPIs – insbesondere im Umweltbereich - und das interne Controlling wird auf die vorhandene ERP-Infrastruktur zurückgegriffen. Dies ermöglicht eine reibungslose Integration des ESG-Reportings in die laufenden Geschäftstätigkeiten.
Prozess: Ablauf einer Openly ESG-Beratung & Begleitung
Eine abschliessende Frage – Was nimmst du aus dieser ESG-Beratung mit?
CN: Spannend war zu sehen, dass im Unternehmen bereits viele ESG-Themen abgedeckt werden und in den letzten Jahren zahlreiche Optimierungsmassnahmen umgesetzt wurden. Für die Kommunikation nach Aussen fehlte jedoch eine zusammenfassende und strukturierte Form; dies kann mit der ESG-Berichterstattung nun nach anerkannten Standards erfolgen.
Mit Openly auf praxisnahe ESG-Implementierung setzen. Unsere Beratung schafft Klarheit und Sicherheit im komplexen ESG-Umfeld.