Anders. Besser. Bauen
Das Openly Bausystem
Für Neubau- und Sanierungsprojekte.
Europaweit.
Openly Konzept
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Je länger eine Gebäude steht, umso nachhaltiger.
Gebäude sollten so geplant werden, dass sie eine Nutzungsdauer von 100 Jahren oder mehr erreichen und dabei nachhaltig instand gehalten werden können. Wer ist jemals auf die Idee gekommen eine Fassade mit 30 Jahren Laufzeit zu wählen?
Openly setzt auf Skelettbau, sprich auf möglichst wenige tragende Wände und möglichst wenig Installationen im Boden.
Am Ende des Lebenszyklus ist ein Openly gänzlich rückbaubar und stellt ein Rohstoffdepot dar.
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Alle kennen es: Bei jeder der 5 traditionellen Planungs- und Realisierungsphasen findet ein enormer Wissensverlust statt. Und niemand ändert es.
Der Openly Bauprozess sieht eine Projektlaufzeit von Projektstart bis Bezug von 20 Monaten vor.
Erfahren sie mehr zu unserem Bauprozess von unseren ProjektleiterInnen.
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Die Bauwirtschaft ist für rund 25 % der jährlichen CO₂-Emissionen verantwortlich, das ist rund 8x mehr als der gesamte Flugverkehr. Angesichts dieser Herausforderung bekennen sich OPENLY Bauherren dazu, die Emissionen aus Neubau und Sanierung signifikant zu reduzieren. Wir erreichen -50% resp. 6kg CO2/m2 und zählen damit zur Weltklasse.
Neue Disziplin in der Architektur
Die Zukunft der Architektur liegt in der Entwicklung von Gebäuden, die weitestgehend mit natürlichen Baufstoffen realisiert werden und einen Plusenergiefokus verfolgen.
Bauteile mit möglichst geringem CO₂-Fußabdruck (Vermeidung von Emissionen)
Materialien kreislauffähig sind und entsprechend eingebaut werden
Und idealerweise CO₂ langfristig gespeichert wird.
Materialauswahl ohne Bias
OPENLY verfolgt keinen Materialbias und ist unabhängig von der Baulobby. Die Auswahl der Baustoffe erfolgt ausschließlich nach dem Prinzip des größtmöglichen Nutzens für Umwelt und Gesellschaft.
Holz, Beton und Stahl sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den höchsten Mehrwert bieten.
Wo diese Materialien nicht zwingend notwendig sind, gilt es, ihren Einsatz zu vermeiden.
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Beton ist der fundamentale Baustoff und insb. für Untergeschosse unentbehrlich. Das Openly Bausystem setzt konsequent auf massiv CO2 reduzierte Betonsorten (zbsp. Progresso von VICAT) sowie CO2 Removals mittels Pflanzenkohle im Beton von unserem Partner CarstorCon.
Weltweit anwendbar und durch uns zertifizierbar.
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Optimales Raumklima durch innovative Bauweise
OPENLY’s zeichnen sich durch hervorragende Isolationswerte (< 0,17) und eine hohe Speichermasse aus. Dadurch reagiert das Raumklima zeitlich verzögert auf äußere Temperaturschwankungen und bleibt stets angenehm.
Natürlicher Temperaturausgleich Die im Sommer gespeicherte Wärme unterstützt im Winter die Beheizung der Räume. Umgekehrt sorgt die Speichermasse im Sommer für angenehme Kühle. So profitieren Sie ganzjährig von einem ausgeglichenen Innenklima.
Vergleich mit traditionellen Steinhäusern Das Raumgefühl erinnert an das Betreten eines alten Steinhauses in der Toskana an einem heißen Sommertag – mit dem entscheidenden Vorteil, dass OPENLY-Gebäude im Winter angenehm warm bleiben.
Gesunde Bauökologie und ideale Luftfeuchtigkeit Die diffusionsoffenen Wände, beispielsweise aus Hanfbeton, sorgen im Winter für eine konstante Luftfeuchtigkeit von ca. 40 %. Dies fördert ein gesundes Wohnklima und entspricht höchsten ökologischen Standards.
Überzeugen Sie sich selbst Besuchen Sie unser Pilotprojekt „Valley Widnau“ und erleben Sie das außergewöhnliche Wohn- und Arbeitsklima vor Ort!
Openly Baukosten: 3000 CHF/EUR m2 BGF
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Gelebte und umgesetzte Suffizient
Minimalste Haustechnik, Heizung kostet für ein Openly nicht mehr als für ein “Hüsli”
ca. 25% Fenster-Anteil an der Fassade, minimale Beschattung (Solar-Slider)
Minimale Keller und Untergeschosse (Mobilitätskonzepte, etc)
Kompakte Fassade, keine architektonischen Extravaganzen.
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Nicht alles wird neu geplant. Unser serieller Hybrid Holzbau setzt auf Standards wie zB einer Lehmdecke einer unserer Systemlieferanten für 250 Euro/m2. Das passt auf jeden Lastwagen und ist kostenneutral zu einer konventionellen Betondecke.
Das selbe gilt für vorfabrizierte Innenwände sowie eine absolut kostenneutrale 45cm Aussenwand aus Hanfbeton von www.cancret.com die dezentral beim einem lokalen Holzbauer gefertigt wird. Keine Folien, keine zusätzlichen Schichten. Vor Ort wird nur noch innen und aussen verputzt. Et voila.
und das Beste: Das Raumklima wird besser, die Umwelt geschont und CO2 eingespeichert.
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Erreichen wir durch den Openly Planungs- und Bauprozess, reduzierter Haustechnik, Standardisierung, Vorfertigung und Skaleneffekte im Einkauf.
Diese Kostenvorteile kompensieren die teilweise höhere Bauteilkosten.
Beauftragen Sie ein Openly Vorprojekt um eine detaillierte Kostenkalkulation zu erhalten.
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Wir kalkulieren diesen wiefolgt:
Preis fertig verbaut / Materialpreis (Losgrösse 1 LKW)
Bei natürlichen Baustoffen liegt dieser vielfach im Bereich von 5-7, bei gestampften Lehmwänden sogar bei 12-16.
Akzeptabel ist ein Faktor von bis zu 3
Deshalb haben wir selbst Bauteilentwicklungen mit unserer Tochtergesellschaft Cancret.com im Bereich von Hanfbeton vorgenommen.
Natürliche Baustoffe kaufen wir europaweit direkt ein. Hier einige Beispiele:
Katalogpreis Lehmbauplatte /m2: 38
Einkaufspreis beim Hersteller: 17Katalogpreis 10cm Korkdämmplatte/m2: 48
Einkaufspreis beim Hersteller: 29Einerseits müssen Materialien in ganzen Lastwagen Ladungen und nicht in Kleinmengen eingekauft werden. Andererseits muss man wissen, wie diese Bauteile auszuschreiben sind resp. was das fertige Bauteil kostet.
Openly Kreislauf-wirtschaft
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Sollte ein OPENLY engineered Gebäude um- oder rückgebaut werden, liegt der Planungsschwerpunkt bereits auf dem Rückbau.
OPENLY Konstruktionen werden daher überwiegend gesteckt oder geschraubt ausgeführt. Dadurch sind sämtliche Bauteile vollständig demontier- und rückbaubar.
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Die offene Tragwerkskonstruktion (Immer ein Skelettbau) und das modulare OPENLY-Regelmaß ermöglichen eine flexible Umnutzung der Gebäude in der Zukunft. Sämtliche Wände lassen sich ohne Einschränkungen entfernen, und ein OPENLY kann beliebig erweitert oder aufgestockt werden.
Dieses durchdachte System eignet sich besonders für Schulen und Kindertagesstätten, in denen sich Lehrmethoden, Klassengrößen und Nutzungsanforderungen kontinuierlich ändern.
Darüber hinaus ist ein OPENLY aufgrund seiner vollständig verschraubten und gesteckten Konstruktion demontierbar und kann an einem .neuen Standort wieder aufgebaut werden
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Ein Teil der Bauteile im Projekt OPENLY Valley Widnau stammt bereits aus Re-Use. Der Schweizer Innovationsführer in der Kreislaufwirtschaft, EBERHARD, hat in Zusammenarbeit mit OEBU eine Datenbank für Re-Use-Eisenträger entwickelt.
Für OPENLY Valley Widnau wurden rund 30 Tonnen HEB- und HEM-Stahlträger eingesetzt, davon etwa ein Drittel aus Re-Use. Diese Stahlträger waren zuvor in Gebäuden oder Baugruben verbaut und werden nun wiederverwendet.
Die Stahlträger fungieren als modulare Elemente in Holz-Hohlkastendecken, die mit Lehm gefüllt sind. Durch diese Kombination kommen die Materialien dort zum Einsatz, wo sie ihre jeweiligen Stärken optimal entfalten können. Dies führt zu einer Einsparung von Holz und ermöglicht fugen- sowie trägerlose Holzdecken ohne zusätzliche Unter- oder Überzüge.
Bei der Planung von OPENLY Valley wurden zudem weitere Re-Use-Potenziale berücksichtigt: Beispielsweise können 400 Tonnen Lehm, 1 Kilometer Kupferrohre sowie 300 Kubikmeter Holzbalken ohne weitere Aufbereitung direkt in anderen Projekten wiederverwendet werden.
Unsere CO2-Bilanz berücksichtigt alle relevanten Faktoren – vom Transport ab Lager EBERHARD bis zur Montage vor Ort. Dank des umfangreichen Einsatzes von Re-Use erreichen wir nahezu eine CO2-neutrale Bauweise.
Dieses Vorgehen entspricht unserem ganzheitlichen Carbon Management und unterstützt aktiv das Erreichen von Net-Zero-Zielen durch den Einsatz biogener Baustoffe sowie nachhaltiger Negativemissionstechnologien.
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Beim OPENLY Bausystem liegt ein besonderer Fokus auf dem Recycling der übrigen Bauteile. Hochwertige Materialien behalten auch nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer einen Wert. Wir nennen das Rohstoffdepot.
Dazu zählen beispielsweise Rohstoffe aus Solarzellen, Glas, Hanffasern sowie Kupfer, Eisen und Stahl. Durch die Wiederverwertung dieser Materialien wird ein nachhaltiger Beitrag zum Ressourcenmanagement geleistet, denn die Welt ist ein geschlossener Materialkreislauf.
Openly ZERO Emission
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Zentraler Bestandteil eines Openly ist die Airbox welche durch eine Plug & Play Lösung mittels Software und eines Thermostaten gesteuert wird.
Die Haustechnik wird mittels EISBÄR SCADA integiert auf ModBus Basis.
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Solarpaneele auf 95 Prozent der Dachfläche sind für Neubau- und Renovationsprojekte nahezu unverzichtbar. Neben ökologischen Vorteilen stellen sie insbesondere angesichts gestiegener Energiekosten einen wirtschaftlich attraktiven Business Case dar.
In der Regel erzeugt die verfügbare Dachfläche ausreichend Energie, um den Plusenergie-Standard zu erreichen.
Die Berechnung ist übersichtlich: Eine Solaranlage produziert in Mitteleuropa durchschnittlich etwa 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Im Süden Europas fällt die Energieausbeute höher aus, im Norden entsprechend geringer. Diese Menge entspricht ungefähr dem Jahresstromverbrauch eines Geschirrspülers.
Dank der exzellenten Gebäudephysik benötigt ein OPENLY-Gebäude nur rund 10 Watt pro Quadratmeter für die Beheizung, was die Realisierung eines Plusenergiehauses deutlich erleichtert. Weitere Details zur Gebäudephysik finden Sie in den entsprechenden Kapiteln auf dieser Webseite.
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Da der Strom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage selbst erzeugt wird, ist der Einsatz einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe besonders sinnvoll.
Die Wahl der Energiebezugsquelle, wie Erdsonde, Erdkörbe, Seewasser oder Luft beeinflusst die Effizienz der Wärmepumpe maßgeblich. Je nach System und Jahreszeit erreicht eine Wärmepumpe einen Wirkungsgrad (Coefficient of Performance, COP) zwischen 2 und 4. Im Sommer kann dieser bei Luftwärmepumpen sogar bis zu 6 betragen.
Vereinfacht bedeutet dies: Mit einer Kilowattstunde (kWh) eingespeistem Strom lassen sich etwa 2 bis 4 Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugen.
Darüber hinaus ermöglicht die Integration von Speichern, beispielsweise Wassertanks, die Wärme zu speichern und bei Verfügbarkeit von überschüssiger Energie – etwa an sonnigen Tagen – effizient zu nutzen.
Weiters sollte der Betrieb der Wärmepumpe möglichst auf den Tag gelegt werden um den PV Strom zu nutzen.
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Für ein OPENLY engineered Gebäude beträgt der Heizenergiebedarf etwa 10 Watt pro Quadratmeter. Dieser sehr geringe Wert eröffnet vielfältige Möglichkeiten für die Heizenergiebereitstellung im Gebäude.
Dabei können klassische Systeme wie Heizkörper oder Fußbodenheizungen ebenso eingesetzt werden wie alternative Lösungen, beispielsweise Infrarotpaneele (sofern zulässig) oder innovative e-Kachelöfen. Ziel ist es stets, die Gebäudetechnik möglichst einfach zu halten, um hohe Kosten, Wartungsaufwand und begrenzte Lebensdauer der Installationen zu vermeiden.
Ein zunehmend wichtiger Aspekt ist die Kühlung im Sommer. Hier sollte vorrangig auf architektonische Maßnahmen zum Sonnenschutz gesetzt werden. Erst in zweiter Linie empfiehlt sich der Einsatz von Klimaanlagen oder Fussbodenkühlung. OPENLY Gebäude liefern im Sommer durch ihre Solaranlagen ausreichend Energie, um solche Systeme effizient zu betreiben.
Die Beschattung erfolgt mit dem Solar Slider der zusammen mit SCHENKER Storen entwickelt wurde
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In Zentraleuropa verbrauchen Wohngebäude für die Warmwasserbereitung oft mehr Energie als für die Beheizung im Winter.
OPENLY setzt anstelle eines herkömmlichen Boilers eine zentrale Frischwasserstation mit Speicher ein, die von einer Wärmepumpe betrieben wird. Das warme Wasser wird bedarfsgerecht und unmittelbar am Verbrauchsort erzeugt, wodurch eine konstant hohe Wasserqualität gewährleistet ist.
Die in den Fertignasszellen von Dade Design integrierten Duschen nutzen ein geschlossenes, dezentrales System nach der Joulia-Technologie und sparen dadurch rund 30 Prozent Energie ein.
OPENLY Valley Widnau geht noch einen Schritt weiter: Sämtliche Nasszellen werden vorgefertigt und als komplette Elemente in den Holzbau eingebracht. Bei späteren Grundrissänderungen lassen sich diese Nasszellen unkompliziert mit einem Palettrolli verschieben.
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Energiespeicherung umfasst zwei zentrale Aspekte:
A) Saisonspeicher für Überproduktion im Sommer und Bedarf im Winter (derzeit noch ungelöst)
B) Tages- und Nachtspeicher
Ein effizienter Ansatz zur Energiespeicherung besteht darin, überschüssige Solarenergie zur Beheizung von Speicherwasser für Heizung und Warmwasser tagsüber zu nutzen – im Gegensatz zur bisherigen Praxis, diese Speicher nachts mit günstigem Atomstrom zu erwärmen.
Für die Kurzzeitspeicherung setzen wir auf ein Batteriesystem, das an den Hybridwechselrichter der Photovoltaikanlage angeschlossen ist und zudem Notstromfähigkeit bietet. Das Pilotprojekt Valley Widnau ist von März-Oktober praktisch autark.
Die aktuellen Kosten für Hausbatterien sind mit etwa 500 Euro pro Kilowattstunde noch zu hoch. Perspektivisch wird die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Batteriespeicher über Nacht erwartet. Daher empfehlen wir derzeit eine zurückhaltende Investition in Hausbatterien.
Im Bereich der Saisonspeicherung haben wir Wasserstoff (H2) intensiv geprüft, jedoch aufgrund fehlender finanziell und technisch umsetzbarer Lösungen im Mehrfamilienhauskontext verworfen. Als Alternativen kommen Druckluft- oder Federspeicher in Betracht.
Grundsätzlich ist Energiespeicherung immer mit einem gewissen Raumbedarf verbunden. Deshalb legen wir bei OPENLY besonderen Wert darauf, Technikräume großzügig zu planen, um zukünftige Speicherlösungen problemlos integrieren zu können.